Sunday, 19. july 2009
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19:56
Also ich liebe ja Bücher, denen es gelingt, auf wenig Seiten eine komplexe Geschichte zu erzählen. Ja, immer wieder erlebe ich es auch, daß gerade die dünnen Bücher viel inhaltsreicher sind als die
dicken Schmöker. Einige Beispiele gefällig?
Nun, besonders gut beherrscht diese Kunst die israelische Autorin
Lizzie Doron. Ihr Thema ist das Überleben der Juden im 3. Reich und ihr
Leben danach in Israel. Auch wie sich die Shoa auf die nachgeborene Generation auswirkt, die nach dem Ende des 3. Reiches geboren wurden, schwingt in ihren Büchern immer mit. Zuletzt erschien von
ihr der Roman
"Es war einmal eine
Familie"
Aber auch der Roman
"Wie ein Stein im Geröll"
ist so ein dünnes Buch. Daß es in Deutschland so bekannt wurde verdankt es Elke Heidenreich, die das Buch damals in ihrer Sendung "Lesen!" vorstellte. Ich habe es damals oft verkauft, aber erst
jetzt im Urlaub gelesen. Auf nur 125 Seiten wir hier ein ganzes Frauenleben in den spanischen Pyrenäen erzählt - einfach großartig!
Und noch ein letzter Tipp: Der Franzose Philippe Grimbert benötigt in seinem Roman
"Ein Geheimnis" nur 154 Seiten, um die Geschichte
seiner Familie zu erzählen, die ein tragisches Familiengeheimnis hütet, das sein Leben sehr beeinflusst.
Diese Liste ließe sich noch erweitern - kennen Sie auch dünne Bücher, die viel erzählen? Dann freue ich mich auf Ihre Tipps!
Alle Bücher können Sie bei
www.schiller-buch.de bestellen
von svu
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Friday, 12. june 2009
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13:37
Wie geht es Ihnen bei Hörbüchern? Hören Sie sie lieber vom Autor oder der Autorin selbst gelesen oder von einer ausgebildeten Sprecherin oder einem Sprecher?
Nach einigen Versuchen tendiere ich inzwischen fast dazu, die Lesungen von professionellen Sprecherinnen oder Sprechern vorzuziehen, obwohl es natürlich durchaus seinen Reiz haben kann, die Stimme
der Autorin oder des Autors einmal zu hören. SchauspielerInnen oder SprecherInnen hingegen haben durch ihre Ausbildung oft viel mehr Erfahrung und Distanz, einen Text abwechslungsreich zu
gestalten.
Ich jedenfall bin jetzt schon zweimal auf die Nase gefallen: Als ich im Urlaub das Hörbuch
"Klang ist Leben" erwartungsfroh in den CD - Player
eingelegt hatte und es mir am Kamin gemütlich gemacht hatte, musste ich leider nach einer Viertelstunde abbrechen: Herr Barenboim spricht zwar fliessend Deutsch, sein Akzent ist jedoch so stark,
daß es mir nicht gelang, dem etwas komplexeren Inhalt zu folgen - das fand ich richtig ärgerlich. Hier hat es sich der Verlag zu einfach gemacht!
Das zweite Beispiel, das mir in letzter Zeit zustieß war
"Die Mittagsfrau", gelesen von der Autorin Julia Franck. Zwar
muß ich der Autorin bescheinigen, daß sie wirklich eine sehr angenehme Stimme hat. Ich hatte sie auf einer Lesung bereits erlebt und habe mir deshalb das Hörbuch sofort gergiffen. Aber nach 2 CD's
merkte ich doch, daß es einen Unterschied macht, einer Autorin eine knappe Stunde zu lauschen oder 397 Minuten. Da muß ein Text doch noch anders gestaltet werden, um die Spannung zu halten.
Eine rühmliche Ausnahme bilden die beiden Autoren Michael Kobr uind Volker Klüpfel, denen zuzuhören durchaus kurzweilig ist.
Mein Fazit: Autorenlesungen sind mit Vorsicht zu genießen!
von svu
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Tuesday, 2. june 2009
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19:10
Manchmal frage ich mich ja schon, was in den Köpfen von TitelgeberInnen und Schutzumschlaggestalterinnen so vorgeht.
Nehmen wir einmal das Buch
"Weil ich dich nicht vergessen kann"
von Ron McLarty. Was stellen Sie sich unter diesem Titel vor? Sicher eine kitschige Liebesgeschichte, oder? Vor allem, wenn Sie dazu noch das Cover ansehen. Weit gefehlt! Das Buch heißt im Original
"Traveler" und der Titel "Wanderer" hätte mühelos übernommen werden können. Denn dieser Wanderer, eine Kugel, die die Jugendliebe des Erzählers über 40 Jahre in sich trug, bevor sie ihr eine
Arterie abdrückte, setzt die Ereignisse in Gang, von denen der Autor erzählt - spannend und meiner Meinung nach überhaupt nicht kitschig! Hier werden in den LeserInnen wirklich falsche Erwartungen
geweckt.
Und zum Thema Cover: Da sorgte das Cover des
Stern - Jahrbuch 2008 für Unmut bei uns
und bei der Kundin, die es bestellt hatte. Muß so etwas wirklich sein? Gab es nichts wichtigeres in 2008 als das Outfit von Angela Merkel bei den Bayreuther Festspielen??
von svu
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Wednesday, 27. may 2009
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18:26
Themenbilderbücher sind eine Sache für sich finde ich. Es gibt jede Menge gut gemeinte über's Zähneputzen, über den Kindergarten oder über das Töpfchen. Sie sind auch inhaltlich gut und vermitteln
das, was sie sollen, aber oft finde, sie haben so einen leicht erhobenen Zeigefinger.
Um so mehr freue ich mich, wenn ich einmal ein Bilderbuch finde, das ein Thema pfiffig oder schön gestaltet transportiert. Im Moment habe ich da zwei Favoriten:
Das eine heißt "Das schwarze Buch der Farben" und versucht nachzuempfinden, wie es einem Menschen geht, der nicht sehen kann. Das Buch ist wirklich ganz schwarz, aber es spricht alle Sinne an und
ist deshalb keineswegs schwarz:
http://tinyurl.com/o78qql
Das andere heißt "Mutig, mutig" und erzählt von vier Freunden, die herausfinden wollen, was Mut eigentlich ist. Schön illustriert mit einer wunderbaren Schlußpointe, die den Nagel auf den
Kopf trifft:
http://tinyurl.com/r3ybyp
von svu
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Sunday, 24. may 2009
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/2009
22:27
Jetzt stöhnt der Postbote wieder: Täglich bringt er uns die Pakete mit den neuen Leseexemplaren und Verlagsvorschauen.
Wir stöhnen auch ein bißchen, denn eigentlich liegen neben dem Nachtisch von uns allen noch Bücher, die im Frühjahr erschienen sind und noch nicht gelesen sind. Und jetzt locken schon wieder die
neuen, noch nicht erschienenen Leseexemplare von Ulrich Ritzel, Leon de Winter, Ulla Hahn, Liza Marklund und wie sie alle heißen.
Damit wir nicht aus allen Nähten platzen im Herbst habe ich mal durchgezählt, wie viele Plätze ich habe, um die neuen Romane frontal und im Stapel zu präsentieren - und kann gleich weiterstöhnen,
denn das wird eine schwierige Aufgabe werden, sich zu beschränken.....
von svu
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